Über die Grünberger Zünfte
Vom Spätmittelalter bis zur Einführung der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert organisierte sich das Handwerk in Zünften Diese garantierten ökonomische und soziale Sicherheit, berufliche Bildung, handwerkliche Erfahrung und Tradition, kulturelle Identität und religiöse Gemeinschaft und nicht zuletzt Einfluss auf städtische Gremien. Es folgte eine Reihe von Zunftbewilligungen für die Grünberger Zünfte durch die Landgrafen, die teilweise mehrfach erneuert wurden.
Bäcker, Schuster und Metzger stellten in Grünberg die größten Zünfte dar. Allein die Zunft der Schuhmacher zählte in der Blütezeit über 120 Mitglieder.
Die Grünberger Zunftbewilligungen:
- 1391 Schuster
- 1446 Gewandschneider
- 1450 Löber (Lohgerber), einschließlich Sattler, Weißgerber und Säckler
- 1476 Schmiede, einschließlich Schlosser, Kupferschmiede, Schwertfegern und Spenglern
- 1485 Woll- und Leinenweber
- 1490 Fleischer und Bäcker
- 1513 Hutmacher
- 1772 Krämer
- 1838 Maurer- und Weißbinder
Grünberger Zunftzeichen
Diese Zunftzeichen befinden sich im Rathaus im Eingangsbereich: